Manches Gemeindemitglied mag sich beim Lesen der Monatstermine für Januar 2026 die Augen gerieben haben: Für Mittwoch, 28. Januar 2026, hatte sich Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger zum Gottesdienst in seiner Heimatgemeinde Fluorn-Winzeln, in der er seine Kindheit und Jugendzeit erlebte, angemeldet. Mit großer Vorfreude und viel Dankbarkeit erwartete die Gemeinde seinen Besuch.
Als Grundlage zum Gottesdienst diente das Bibelwort aus Hebräer 11, 3: "Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles was man sieht, aus nichts geworden ist."
Zu Beginn seiner Predigt ging der künftige Bezirksapostel auf das Lied des Chores ein, welches den dreieinigen Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist zum Inhalt hatte. Er schlug eine Brücke zu den ersten drei Glaubensartikeln und forderte die Gemeinde auf, die ersten Worte der Glaubensartikel durch „Ich vertraue“ zu ersetzen. An den großen Gott in seiner Allmacht zu glauben lässt Vertrauen wachsen. Den Glauben und das Vertrauen an den großen Gott, an seine Allmacht, zu bewahren und bildlich gesprochen in den Hosentaschen, im Herzen und im Verstand festzuhalten, ist die Aufgabe der Gläubigen.
Auch im Jahresmotto 2026 „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ werde Glauben gefordert, so der Bezirksapostelhelfer. Viele Gläubige, denen es nicht gut gehe, hätten aus jahrelang gemachter persönlicher Erfahrung Abstand zu dieser Zusage Gottes gewonnen. Am Beispiel von Abraham, dem Gott verheißen hatte, sein Schild zu sein, zeigte der Bezirksapostelhelfer auf, dass Menschen zu allen Zeiten um das Vertrauen in Gottes Zusagen kämpfen mussten. Doch Gott sorgte dafür, dass Abraham den Blick auf das richten konnte, was Gott geschaffen hatte und so seine Größe und die Kraft seiner Zusage erkennen konnte. Er betonte, dass es dem allmächtigen Gott möglich ist, jeden Einzelnen, seine Gemeinde und seine Kirche zu vollenden, trotz aller Schwierigkeiten, Unzulänglichkeiten und vieler Unterschiede. Das Jahresmotto 2026 nicht nur als schönen Spruch hinzunehmen, sondern es zum persönlichen Satz werden zu lassen, damit es den Gläubigen Kraft und Stärke im Leben und im Glauben werden kann, war der Rat des Bezirksapostelhelfers. Gott ist kein Gott der Ferne, sondern er hilft auch in den alltäglichen Dingen. Mit dem Gleichnis vom verlorenen Sohn brachte Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger der Gemeinde die Fürsorge und versöhnende Haltung Gottes nahe. Er bat die Gemeinde, es dem Vater gleich zu tun, ohne Vorbehalte einander anzunehmen und versöhnlich aufeinander zuzugehen. Er versicherte der Gemeinde, dass der Zeitpunkt der Wiederkunft Christi weder verschoben noch verlängert wird, sondern dass der Herr genau zur rechten Zeit kommen wird.
Apostel Martin Schnaufer unterstrich in seinem Predigtbeitrag die Wichtigkeit von Gottvertrauen und Versöhnung.
Der Gottesdienst hatte zwei weitere Schwerpunkte. Der Bezirksapostelhelfer spendete einer Gläubigen durch Handauflegung das Sakrament der Heiligen Versiegelung. In seiner Ansprache vor der heiligen Handlung betonte er, dass dieser Tag nur möglich geworden sei, weil Gott die Seele habe berühren können. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls wurde ein Priester der Gemeinde altershalber in den Ruhestand versetzt. Bezirksapostelhelfer Martin Rheinberger dankte ihm für sein langjähriges, treues Wirken in mehreren Gemeinden.
Die Gläubigen der Gemeinde Rötenberg nahmen ebenfalls am Gottesdienst teil. Die Geschwister der Kooperationsgemeinde Alpirsbach, die aus Platzgründen dieses Mal nicht in Fluorn mit dabei sein konnten, wurden per IPTV zugeschaltet. Ein gemischter Chor umrahmte den Gottesdienst musikalisch.