Zum Vorstehertag 2025 waren am Sonntag, 18. Mai 2025, die Vorsteher des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen mit Apostel Martin Schnaufer zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Tages stand das Thema Seelsorge.
Der Vorstehertag begann mit einem Gottesdienst, den Apostel Martin Schnaufer in der Kirche in Vöhringen feierte. Dem Gottesdienst lag ein Wort aus 2. Thessalonicher 3, 13 zu Grunde: „Ihr aber lasst’s euch nicht verdrießen, Gutes zu tun.“ In seiner Predigt gab Apostel Martin Schnaufer den Vorstehern aus seinem Apostelbereich den Gedanken mit: „Es soll uns nicht zu viel werden, Gutes zu tun!“ Wer viel Gutes tut, dem könne es manchmal auch zu viel werden, das Gute zu tun. Apostel Schnaufer nannte dafür konkrete Beispiele: Die Vorsteher solle es nicht verdrießen, immer dasselbe – nämlich das Evangelium Jesu Christi – zu verkünden. Verdruss solle auch nicht dabei aufkommen, die Gemeinden mit dem Hinweis auf die Wiederkunft Jesu zu trösten. Zudem sollten die Vorsteher nicht nachlassen, den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die geistliche Begleitung der Gemeinden zu legen und stets auf die ewige Gemeinschaft mit Gott zu hoffen. „Lasst uns Gemeinde gestalten und nicht verwalten. Es ist unsere Aufgabe, das Leben, das von Gott kommt, in die Gemeinden zu tragen“, so Apostel Martin Schnaufer.
Am Nachmittag beschäftigten sich die Vorsteher sehr eingehend mit dem Thema Seelsorge und dem Aufbau eines Seelsorge-Netzwerkes in den Gemeinden. Wichtige Ergebnisse waren:
– Seelsorgerische Nähe ist wichtig.
– Seelsorge ist auch eine Aufgabe der ganzen Gemeinde.
– Ein seelsorgerisches Netzwerk kann etwas bewegen und Seelsorger entlasten.
Für ein gelingendes Netzwerk braucht es Koordinierung, Gelegenheiten
zum Vernetzen und die Vernetzung bestehender Netzwerke.
– Wichtig ist, den Seelsorgebegriff in der Gemeinde zu entwickeln
und neue Konzepte der Seelsorge gut zu erklären.
„Ziel der Seelsorge ist ein aktives Angebot für alle. Zentrales Angebot der Seelsorge ist der Gottesdienst, dazu kommt eine individuelle Begleitung durch die Seelsorge – das ist die große Stärke unserer Kirche“, fasste Apostel Schnaufer die Ergebnisse zusammen.
Zum Vorstehertag des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen hatten sich rund 100 Bezirks- und Gemeindevorsteher sowie die Stellvertretenden Vorsteher mit Apostel Martin Schnaufer und Bischof Urs Heiniger in der Kirche in Vöhringen (Kirchenbezirk Dornhan/Villingen-Schwenningen) getroffen. Zum Apostelbereich Freiburg/Tübingen gehören 95 Gemeinden in sieben Kirchenbezirken.