Am Sonntag, 08. September 2024, führte Bezirksapostel Michael Ehrich einen Gottesdienst in Dornhan durch. Dieser wurde in weitere Gemeinden übertragen. So konnten alle Gläubigen des Kirchenbezirkes Dornhan/Villingen-Schwenningen daran teilnehmen, denn der langjährige Bezirksevangelist Hans-Dieter Zöphel trat an diesem Morgen in den Ruhestand.
Seiner Predigt legte der Bezirksapostel das Bibelwort aus Epheser 5, 15-17 zugrunde: "So seht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise, und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum werdet nicht unverständig, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist."
Bezugnehmend auf das Auftaktlied des gemischten Chors „Geisteswind aus Himmelshöhen“ betonte Bezirksapostel Michael Ehrich die Wirksamkeit der Kraft des Heiligen Geistes in jedem Gottesdienst, der die Gläubigen stärkt. Die Seele darf durch das gepredigte Wort zur Ruhe kommen.
Der Schwerpunkt der Predigt lag auf der Lebensführung im Geistlichen. Diese sollte nicht unweise sein, d.h. nur auf das heute bedacht und nicht nach dem Willen Gottes fragend. Die Gleichnisse vom „reichen Kornbauern“ und dem "Hausbau auf Sand“ dienten als Beispiele für dieses kurzfristige Handeln und Denken ohne Zukunftsorientierung. Ein weises und vorausschauendes Denken hingegen gelingt, wenn eine Orientierung an Jesus erfolgt und der Wille Gottes Beachtung findet.
Die Zeit auskaufen bedeutet, die Lebenszeit auf dieser Erde zu nutzen für das Heil der Seele, so der Bezirkspostel. Die bösen Tage sind als Anfechtungen des Teufels zu verstehen, die im Sinne von "Anschlägen" ganz plötzlich und unvorhergesehen geschehen können, die Angst und Sorgen machen und Zweifel streuen. Diesen Anfechtungen die Kraft Gottes entgegenzusetzen und sich der Kraft des Heiligen Geistes bewusst zu sein, hilft im Durchleben. Der Bezirksapostel gab weiterhin den Rat, den Blick nicht von Gott abzuwenden und die Gemeinschaft zu suchen. Das Versprechen Jesu „Ich bin bei euch alle Tage“ gibt ebenfalls Kraft und Zuversicht.
Der Geist der Weisheit und Offenbarung unterstützt, den Willen Gottes zu sehen und zu erkennen und nicht unverständig zu bleiben. Dankbarkeit aus dem Herzen richtet den Blick auf das, was Gott bisher geschenkt und getan hat. Um den Willen Gottes zu verstehen und tun zu können, ist eine innere Heiligung notwendig. Hierzu zählt, die eigene innere Einstellung zu Gott zu überprüfen und die unmittelbare Gemeinschaft, auch im Gottesdienst, erleben zu wollen und das „Einssein“ (vgl. Johannes 17, hohepriesterliches Gebet) anzustreben. Allen Menschen soll geholfen werden (vgl. 1. Timotheus 2), so der Wunsch und Wille Gottes.
„Weise ist, wer sich den Weg von Gott weisen lässt“, waren die ersten Worte von Bezirksevangelist Hans-Dieter Zöphel in seinem letzten Predigtbeitrag vor seiner Ruhesetzung. Er führte an, dass derjenige weise ist, der vergibt und der die Zeit im hier und jetzt nützt um sich auf das Ziel, die ewige Gemeinschaft mit Gott in der Zukunft, zu fokussieren. Weiterhin gab er den Gläubigen den Rat, den Blick auf Jesus zu richten, denn: sich immer und immer wieder mit den eigenen Problemen zu beschäftigen, macht diese nur größer. Der Blick auf Jesus und sein Heil ermöglicht aber, diese Probleme kleiner und tragbarer werden zu lassen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ruhesetzung des Bezirksevangelisten. Der Bezirksapostel dankte ihm für sein schwungvolles und engagiertes Auftreten, für seine große Überzeugung für das Werk Gottes sowie für seine Liebe zu den Geschwistern.
Bezirksältester i.R. Horst Schneider und seine Ehefrau empfingen anschließend den Segen zur goldenen Hochzeit. Der Bezirksapostel gab dem Ehepaar die Worte aus Judas 1,2 mit auf den Weg: "Gott gebe euch viel Barmherzigkeit, Frieden und Liebe" und betonte in seiner Ansprache die Wertschätzung für ihre liebevolle Haltung zueinander und zum Werk Gottes.
Der Gottesdienst wurde musikalisch von einem großen gemischten Chor, dem Orchester sowie Orgel und Klavier umrahmt.