Am Sonntag, 16. Februar 2025 fand in Dornhan ein Gottesdienst für die Jugendlichen aus dem gesamten Apostelbereich Freiburg/Tübingen statt. Der Gottesdienst war geprägt von der geistlichen Tiefe, aber auch von der Gemeinschaft und der musikalischen Gestaltung und wurde so zu einem unvergesslichen Ereignis für die Jugendlichen.
Bereits um 9:30 Uhr trafen sich die Jugendlichen zum gemeinsamen Frühstück und hatten die Gelegenheit, sich miteinander auszutauschen. Um 10:00 Uhr begann für den Chor die Ansingprobe, um sich auf die Aufgabe vorzubereiten, den Gottesdienst musikalisch zu begleiten. Kurz vor Beginn des Gottesdienstes gab es einen emotionalen Einstieg, welchen der Chor mit dem Lied "Herr, ich komme zu dir" eröffnete. Anschließend trugen zwei Jugendliche zu den Klängen des Klaviers die Psalmen 62 und 142 in moderner Sprache vor, während auf einem Bildschirm passende Bilder eingeblendet wurden.
Um 11:00 Uhr begann schließlich der Gottesdienst mit Apostel Martin Schnaufer. Als Grundlage diente das Wort aus Hebräer 13, 16: "Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott." Der Apostel nahm zunächst Bezug auf das vom Chor vorgetragene Lied "Brauchst du Kraft?". Die Erkenntnis aus dem Lied, dass bei Gott Stärke ist, er ganz nahe ist und ihm kein Ding unmöglich ist, soll die Jugendlichen in schwierigen Zeiten begleiten.
Anschließend ging der Apostel auf das Thema ein, wie Christen ihr Leben nach dem Vorbild von Jesus Christus ausrichten können. Er nannte zwei wesentliche Gründe für das Wirken Gottes als Mensch auf dieser Erde: Die erlösende Tätigkeit Jesu durch sein Opfer und die Vorbildfunktion von Jesus für die Menschen. Eine Jugendliche trug daraufhin die Bibelstelle aus Matthäus 5, 13-16 vor, in der Jesus seine Jünger als das Salz der Erde beschreibt und dazu auffordert, das Licht der Welt zu sein und das Evangelium weiterzutragen. Dabei ist das Salz als das Evangelium selbst zu verstehen. Der Apostel erklärte hierzu, dass die Gläubigen zwar Botschafter sind, es aber bei jedem selbst anfängt, zunächst für sich selbst etwas Gutes zu tun. Eine Möglichkeit ist es, sich mit Jesus zu beschäftigen, um ihn als Vorbild besser kennenzulernen. Bezugnehmend auf die Begebenheit der Auferweckung des Lazarus sagte der Apostel, dass derjenige, der glaubt, die Herrlichkeit Gottes sehen wird, auch wenn es zunächst Leid und Trauer gibt. Wenn man im Alltag nicht vergisst zu glauben, Gutes zu tun und zu teilen, kann man schon heute an dieser Herrlichkeit teilhaben. Teilen heißt nicht nur, seine Freude mit Anderen zu teilen, es kann auch bedeuten, sein Leid mit Anderen zu teilen. Dadurch erhält man Hilfe und Unterstützung. Teilen bedeutet auch, Verantwortung zu tragen, indem man Aufgaben übernimmt oder mit dem, was man hat, vernünftig umgeht.
Diakonin Rieder aus Oberndorf, der stellvertretende Bezirksvorsteher Scherwath aus dem Bezirk Freiburg/Offenburg und Bischof Heiniger brachten in ihren Predigtbeiträgen weitere wichtige Aspekte ein. Die Diakonin erinnerte die Jugendlichen daran, dass es leicht ist, Gutes zu tun und Mut zu finden, wenn Jesus an ihrer Seite steht. Evangelist Scherwath wies darauf hin, dass Kinder oftmals gerne mit anderen teilen, wohingegen das bei Erwachsenen untereinander eher nicht so oft der Fall ist. Häufig vergisst man die Menschen in seinem engsten Umfeld. Jesus hat zwar oft Fremden geholfen, aber auch sehr viele intensive Momente mit seinen Jüngern gehabt. Der Bischof führte zudem an, dass jetzt die Zeit ist, Gutes zu tun, und nicht erst irgendwann, wenn etwas Bestimmtes geschehen ist; sonst wartet man unter Umständen noch sehr lange auf den richtigen Zeitpunkt.
Nach dem Schlusslied "Leite uns, Herr" stellte sich der für den Apostelbereich Freiburg/Tübingen zuständige "Botschafter" für den diesjährigen süddeutschen Jugendtag vor und machte Werbung für das zweitägige Event am 12. und 13. Juli 2025 auf dem Messegelände in Stuttgart.
Der Gottesdienst wurde von einem beeindruckenden Chor und Orchester begleitet. Nach dem Gottesdienst hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich an einem reichhaltigen Buffet mit kleinen Snacks zu bedienen und sich miteinander auszutauschen.