Am Mittwoch, 7. Mai 2025 wurden Achim Bergmann, Vorsteher der Gemeinde Alpirsbach, sowie Hans-Peter Armbruster, Vorsteher der Gemeinde Rötenberg, durch Apostel Martin Schnaufer im Gottesdienst in der Kirche in Alpirsbach in den Ruhestand versetzt.
Apostel Schnaufer legte seiner Predigt das Bibelwort aus Matthäus 13,33 zugrunde: „Das Himmelreich gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war“. Er nahm zunächst Bezug auf das zu Beginn vom Chor gesungene Lied "Dich, Gott, loben wir" (CM 254), an dessen Ende ein kräftiges Halleluja erklang und sagte, dass man nicht nur "Halleluja" singen sollte, wenn die irdischen Wünsche erfüllt werden, sondern dass das Heil der Seele entscheidend sei. Bezugnehmend auf das Bibelwort erläuterte der Apostel, dass Jesus das Bild des Sauerteigs verwendete, um die Entwicklung des Reiches Gottes zu beschreiben. Um Brot zu backen, gebe man dem Teig eine kleine Menge Sauerteig hinzu. Dieser sei unscheinbar, habe aber die Kraft, das ganze Mehl zu durchdringen. Auch Jesus Christus sei ein unscheinbarer Mensch gewesen, dem man seine göttliche Natur nicht angesehen habe. Judas musste Jesus im Garten Gethsemane küssen, damit die Soldaten erkannten, wen sie festnehmen sollten. Das Gleichnis vom Sauerteig könne auch auf die Entwicklung des göttlichen Lebens in den Gläubigen und auf die Kirche insgesamt übertragen werden. Es gehe um einen Prozess, um eine Veränderung.
Die beiden Vorsteher wurden noch um einen Predigtbeitrag gebeten. Evangelist Hans-Peter Armbruster wies darauf hin, dass der Glaube an Jesus Christus nicht an einem Menschen festgemacht werden dürfe. Er betonte, dass die Würdigkeit der Gläubigen nicht von den Verhältnissen abhängt, die sie durchleben müssen. Hirte Achim Bergmann stellte die göttliche Realität der menschlichen Wahrnehmung gegenüber. Die Menschen erkannten Jesus in seiner Gotteswirksamkeit nicht, er war für sie ein normaler Mensch. Auch die Emmausjünger, denen Jesus auf ihrem Weg begegnet war, erkannten ihn zunächst nicht. Als sie ihn jedoch erkannten, berichtet der Bibeltext von brennenden Herzen.
Im Anschluss an die Feier des Heiligen Abendmahls versetzte Apostel Martin Schnaufer die beiden langjährigen Vorsteher, die beide schon in verschiedenen Gemeinden in dieser Funktion tätig waren, in den Ruhestand. Für Alpirsbach wurde mit Priester Jan Glatthaar ein neuer Gemeindevorsteher beauftragt, in Rötenberg übernimmt Priester Wilhelm Irion diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Gemeindevorsteher in Fluorn.