Das warme Licht unzähliger Kerzen empfing die Konzertbesucher, die am Samstag- und Sonntagabend in die neuapostolische Kirche nach Vöhringen strömten. Dort fanden bereits zum fünften Mal die sogenannten Lichterkonzerte statt, diesmal unter dem Motto „Finde Zeit“.
Begleitet von Blockflöte, Fagott und Kontrabass zogen die Chöre und Instrumentalisten mit dem Kanon „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ in die Kirche ein. Daniel Rieder, Vorsteher der Gemeinde, begrüßte alle Zuhörer und regte zum Nachdenken an: „Was mache ich mit der Zeit, die ich zur Verfügung habe? Ist alles nützlich, für was ich meine Zeit aufbringe?“ Er äußerte den Wunsch, dass die Konzertabende dazu beitragen mögen, über den eigenen Standpunkt und mögliche Antworten auf diese Fragen nachzudenken.
Der Kinderchor unter der Leitung von Kim Grözinger und Hannah Vetter gab mit „Wenn ich still bin“ den ersten wertvollen Impuls: Wenn draußen „zu viel Lautes um mich her ist“ und man sich „wie ein aufgewühltes Meer“ fühlt, dann hilft es, sich Zeit zu nehmen und die Ruhe in Gottes Nähe zu suchen. Ein großer gemischter Chor, dirigiert von Ralf Vetter und begleitet von Nico Maurice Schumann sowie Luca Vetter am Klavier zeigte mit „Meine Zeit steht in deinen Händen“, „Du allein bist meine Zuflucht“ und „Auf dem Weg zu Gott“ auf, dass Gott alles in seinen Händen hält und man durch die Hinwendung zu ihm Ruhe und Geborgenheit finden kann.
Mit „Trust and Obey“ betonte der Jugendchor unter der Leitung von Andreas Aigner das Vertrauen in Gott und lud die Zuhörer mit „Come, now is the time to worship“ ein: Komm‘ einfach so wie du bist zu Gott, jetzt ist der richtige Moment! Der Kinderchor berührte die Herzen der Zuhörer mit „Ich folge dir“ und „Mittelpunkt“ und dem vorgetragenen Wunsch, dass Gott der Mittelpunkt in ihrem Leben sein möge.
Der Männerchor brachte mit „Frieden in der Welt“ den Wunsch nach Frieden zum Ausdruck – ein Anliegen, welches in der heutigen Zeit aktueller denn je ist.
Die Chorbeiträge wurden von mehreren Orchesterstücken umrahmt, die manch ein Konzertbesucher mit geschlossenen Augen genoss, darunter „Morgenstimmung“, „Gabriel’s Oboe“ und „Be still, my soul“.
Das eindrucksvoll intonierte und mottogebende Chorlied „Finde Zeit“ regte die Zuhörer zum Nachdenken an: Es machte deutlich, dass die Menschen zu wenig Zeit in ihr ewiges Leben investieren und forderte dazu auf, sich bewusst Zeit zu nehmen – „für deine Seele“ und „für deine Gebete“.
„Lasst uns doch mit unserem Leben Gott erfreu’n, so dass wir am Ende nichts bereu’n“ war der Ratschlag aus dem Schlusslied von Chor, Klavier und Streichinstrumenten „Wenn der König wiederkehrt“, welches die Zuhörer tief berührte und durch die Begleitung von Glockenspiel, Chimes und Cajon einen besonderen Akzent erhielt. Mit einem langanhaltenden und herzlichen Applaus bedankte sich das Publikum bei den Mitwirkenden für die ergreifenden Konzerte und ihren großen Einsatz. Auch Gemeindevorsteher Daniel Rieder brachte den Dank an Mitwirkende und Zuhörer in seinen Schlussworten zum Ausdruck, bevor die Konzertabende mit einem kleinen Umtrunk endeten.