Am Mittwoch, 24. April 2024 besuchte Apostel Martin Schnaufer die Kirchengemeinde Schramberg. Zu diesem Gottesdienst waren auch die Gemeinden Furtwangen, Triberg, St. Georgen und Wolfach eingeladen.
Als Grundlage für den Gottesdienst verwendete Apostel Schnaufer ein Bibelwort aus Matthäus 25, 21: „Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!“
Zu Beginn des Gottesdienstes nahm der Apostel Bezug auf das vom Chor vorgetragene Lied „Ich komme vor dein Angesicht“ und stellte den Anwesenden die Frage, wie sie vor das Angesicht Gottes treten: Vielleicht nicht immer mit Freude, weil eine Ermahnung befürchtet wird? Gott begegnet den Menschen aber nicht mit „erhobenem Zeigefinger“. Er sieht jeden Einzelnen an und hat jedem etwas zu sagen; er weiß auch von jedem, wo er sich befindet (vgl. die Begebenheit mit Nathanael in Johannes 1, 45-51). Gott lädt jeden ein und man darf freudig vor ihn treten und diese Einladung annehmen.
Das Bibelwort aus dem Matthäus-Evangelium steht im Kontext des Gleichnisses „Von den anvertrauten Talenten“: „Denn es ist wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an; dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und ging außer Landes“ (vgl. Matthäus 25, 14-15). Man könnte sich jetzt die Frage stellen – so der Apostel -, warum einer fünf Zentner, der andere nur zwei und der Dritte nur einen Zentner erhalten hat. Aber: für Gott geht es gar nicht um diese Frage und ob diese Verteilung gerecht oder ungerecht ist. Dies sind nur menschliche Erwägungen, die für Gott gegenstandslos sind. Der Mensch im Gleichnis hat jeden Knecht angeschaut und entschieden, wem er wieviel anvertraut. Auch Gott besieht jeden und er ist gerecht. Er benutzt hierfür weder Waage noch Maßband, sondern er sieht das Herz und das Bemühen jedes Einzelnen an. Jeder soll das, was er hat, für den Herrn einsetzen und mit den anvertrauten Dingen mit Hilfe des Heiligen Geistes arbeiten.
Weitere Predigtbeiträge folgten vom Vorsteher des Kirchenbezirkes, Jörg Grözinger, sowie seinen beiden Stellvertretern Dieter Winzenried und Hans-Dieter Zöphel.
Der Gottesdienst wurde umrahmt vom gemischten Chor.