Einen besonderen Gottesdienst erlebte die Gemeinde Vöhringen am Mittwoch, 23. Oktober 2024 durch den Besuch von Bischof Urs Heiniger. Dazu eingeladen waren die Gläubigen aus den Gemeinden Wittershausen, Sigmarswangen und Sulz.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente die Bibelstelle aus 1. Petrus 2,17: „Ehrt jedermann, habt die Brüder und Schwestern lieb, fürchtet Gott, ehrt den König!“
Zu Beginn seiner Predigt ging der Bischof auf das Lied der Sänger mit dem Refrain „Ich bin hier, Herr, meinst Du mich, Herr?“ ein. Es sei ein schönes Erlebnis, dem Ruf des Herrn zu folgen und während des Gottesdienstes eine ganz besondere Begegnung mit Gott zu haben.
Anschließend erläuterte Bischof Urs Heiniger die vier Aufforderungen des Apostels Petrus für einen christlichen Lebenswandel.
„Ehrt jedermann“ bedeutet: Jeden respektieren, keine Vorurteile haben oder urteilen, dem Nächsten vergeben, sich die Frage stellen: Wie hätte Jesus reagiert? Wie sieht Jesus den Nächsten?
„Liebe zu Brüdern und Schwestern“ meint: Im Kreis der Gläubigen einander mit Respekt begegnen, niemanden in eine Schublade stecken, sondern jeden annehmen und denen Liebe entgegenbringen, die nicht im Mittelpunkt, sondern am Rande stehen. Jeder ist willkommen. Das ist das Zeichen dafür, dass der große Gott gegenwärtig ist.
„Fürchtet Gott“ heißt: Sich die Frage zu stellen, in welcher Beziehung man zum großen Gott steht. Ist Gottesfurcht da? Oder ist Gott nur ein Problemlöser?
„Respekt vor der Obrigkeit“ bedeutet: Man wird dazu aufgefordert, zu respektieren, dass es irdische Obrigkeiten gibt. Der Bischof verwies diesbezüglich auf den im Katechismus aufgeführten 10. Glaubensartikel.
Das vom Chor nach der Predigt vorgetragene Lied „Wie fein und lieblich, wenn unter Brüdern und unter Schwestern die Eintracht wohnt“ unterstrich und bekräftigte die Kernbotschaft des Gottesdienstes.
Bischof Urs Heiniger lud die Gemeinde ein, das Gehörte sogleich in die Praxis umzusetzen und gemeinsam das Gebet "Unser Vater" zu sprechen und einander zu vergeben, so wie Jesus es lehrte.
Nach dem Gottesdient verabschiedete er sich und dankte dem Chor herzlich für das Abschiedslied „Herr bleib' bei mir, der Abend bricht herein“, welches ihn auf seinem Heimweg weiter begleiten werde.