Am Donnerstag, 20. Februar 2025 besuchte Bischof Urs Heiniger die Kirchengemeinde Vöhringen zum Abendgottesdienst, zu welchem auch die Gläubigen aus den Gemeinden Sigmarswangen, Sulz und Wittershausen eingeladen waren.
Die Predigt basierte auf der Bibelstelle aus Jeremia 32, 41: „Es soll meine Freude sein, ihnen Gutes zu tun, und ich will sie in diesem Land einpflanzen in beständiger Treue, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“
Zu Beginn nahm der Bischof Bezug auf das vorgetragene Lied des Chores "Ich glaube fest, dass alles anders wird" und stellte den Gläubigen die Frage: "Glaubst du fest, dass alles anders werden kann, wo die göttliche Liebe wirkt?" Auch erinnerte er an die Worte des verstorbenen Stammapostels Hans Urwyler, der an diesem Tag seinen 100. Geburtstag begangen hätte und der den Glauben als Reichtum und das Singen eines Liedes als Ausdruck dieses Glaubens bezeichnete.
Anschließend erklärte er den Kontext der vorgelesenen Bibelstelle: Trotz der schwierigen Lage in der belagerten Stadt Jerusalem ermutigte Gott Jeremia, einen Acker zu kaufen, was Jeremia zunächst als sinnlos empfand. Gott versicherte ihm, dass er bei ihm sein würde und dass die Eroberung Jerusalems nicht das Ende sein würde. An die Gläubigen gerichtet sagte der Bischof, dass auch sie manchmal am Sinn der investierten Zeit und Opfer zweifeln könnten. Er betonte, dass Gott möchte, dass die Menschen in ihr Seelenheil investieren, um Freude zu erleben.
Bischof Heiniger erläuterte, dass es Gottes Wesen ist, den Menschen Freude bereiten zu wollen und ihnen Gutes zu tun, indem er die Sündenvergebung ermöglicht, den Heiligen Geist schenkt und den Gläubigen die Gabe der göttlichen Liebe gibt, welche eine große Kraft birgt. Gott möchte die Gläubigen fest verwurzeln, ihnen ein Anker sein in einer Zeit, in der viele Dinge in Frage gestellt werden und Unsicherheiten herrschen. Prüfungen, die Gott schickt, bringen zunächst keine Freude, bieten jedoch die Chance, klare Prioritäten zu setzen und sich auf das ewige Heil zu konzentrieren. Als Beispiel nannte er Hiob, der Gott nach seinen Prüfungen besser verstehen konnte (vgl. Hiob 42).
Zum Ende des Gottesdienstes dankte der Bischof dem Chor für die schönen Impulse und wünschte den Gläubigen, dass sie Gottes Hilfe, Segen und Begleitung erfahren mögen.