Die Initiative Ukrainer im Schwarzwald bekamen kurzfristig über die Fristo-Stiftung eine Transportkapazität von 2/3 einer LKW-Aufliegerl-Ladefläche zugeteilt. In kurzer Zeit galt es nun, Sachspenden zu sammeln. Dazu traten die Ukrainer an die NAK-Gemeinde Villingen-Schwenningen heran, die schon einmal gezielt bestimmte Gegenstände spendete. Schon kurz nach dem Spendenaufruf reichte der Platz Richtung Keller nicht mehr, die gespendeten Gegenstände aufzunehmen. Zwischen Garderobe und Unterrichtsräumen schafften fleißige Hände neue Lagerflächen.
Für den ersten Transport wurde vorwiegend Bettwäsche für Kliniken gesucht. Diesmal baten die Ukrainer um Pflegehilfsmittel, Hygieneartikel, wieder Bettwäsche, Spielzeug, Töpfe, Pfannen, Campingkocher, Taschenlampen, Powerbanks und haltbare Lebensmittel. Damit sollen Pflegeheime und neu errichtete Waisenhäuser bestückt werden.
Human aktiv e.V., das Hilfswerk der neuapostolischen Kirche Süddeutschland finanzierte kurzfirstig den Kauf von 18 kg haltbarem Dauerbrot, verpackt in 36 Dosen sowie 12 leistungsstarke Powerbanks (38.800 mAh).
Die gespendeten Artikel werden in der zweiten Julihälfte die Zielregion in der Ukraine erreichen. Zunächst fährt der Transport bis 40 km hinter die polnische Grenze. Dort werden die Artikel an die Hilfsorganisation Blaues Kreuz übergeben, das die gespendeten Sachen mit Kleintransportern in Richtung Region Cherson schafft. Herr Wenzler von den Ukrainern im Schwarzwald erläuterte, dass der Transport Richtung Cherson mit einem LKW gar nicht möglich wäre, weil große Fahrzeuge in Frontnähe regelmäßig beschossen werden. Die Kleintransporter müssen immer schnell entladen werden, bevor Aufklärungsdrohnen sie erfassen können.