Am Sonntag, 16. November 2025 war die neuapostolische Gemeinde Vöhringen wieder an der Gedenkfeier zum Volkstrauertag vertreten.
Das Beeindruckendste an dieser Gedenkfeier am Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege waren Beiträge von Schülern der Grund- und Werkrealschule Sulz-Empfingen-Vöhringen. Ein syrischer Junge, der mit seinen Eltern flüchten musste und ein türkisches Mädchen, das hier geboren ist, erzählten, wie betroffen sie davon sind, als Fremde wahrgenommen und behandelt zu werden. Die Schüler haben besser verstanden als viele Erwachsenen, wie wichtig es ist, aus dem Leid und Unglück der Kriege zu lernen und es besser zu machen, nämlich aufeinander zuzugehen, sich gegenseitig zu helfen und dadurch einander schätzen zu lernen. Wieviel besser wäre es, Verschiedenheit als Bereicherung zu empfinden und miteinander für Frieden einzustehen? Mit einem Gedicht drückte eine weitere Schülerin die Sinnlosigkeit der Kriege und das Leid der Opfer aus. Kraft gibt ihr der Traum vom Frieden und die Hoffnung, dass irgendwann niemand mehr wagen wird, die Freude zu stehlen. Deshalb wird sie diesen Traum nicht aufgeben.
Zuvor erinnerte Bürgermeister Hammer an das viele Leid, verursacht durch Krieg und Terror in der ganzen Welt. Fahnenträger des Sportvereins und der Feuerwehr erwiesen den Betroffenen bei der Kranzniederlegung die Ehre, die musikalisch vom Musikverein Vöhringen begleitet wurde. Ein Gemeinschaftschor der Young Voices und der neuapostolischen Kirchengemeinde wies mit seinen Liedern auf den Frieden und die Gnade hin, die in Gott trotz allem Leid und Unglück gefunden werden können. Ein gemeinsames Gebet um Frieden und Beistand für die Leidtragenden von Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde beschloss die Gedenkfeier.