Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, fand in der Neuapostolische Kirche Wolfach ein Gottesdienst statt, zu dem auch die Gemeinde Schramberg eingeladen war. Geleitet wurde der Gottesdienst von Apostel Martin Schnaufer, der der Gemeinde mit dem Bibelwort aus dem Buch des Propheten Jesaja, Kapitel 12, Vers 3, diente: „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Brunnen des Heils.“
In seiner Predigt griff Apostel Schnaufer das Bild des Brunnens als Ort der Begegnung mit Gott auf. Er machte deutlich, dass eine bewusste innere Vorbereitung entscheidend dafür sei, wie Gottes Wort aufgenommen werde. Der Gottesdienst wurde dabei nicht als selbstverständlicher Ablauf verstanden, sondern als Gelegenheit, mit Erwartung und innerer Haltung vor Gott zu treten.
Ausgehend vom Bibelwort erläuterte er, dass das „Wasser des Heils“ für Gottes Gegenwart, geistliches Leben und Erneuerung stehe und sich in Jesus Christus erfülle. Entscheidend sei nicht allein das Hören des Wortes, sondern das bewusste Aufnehmen, Mitnehmen und Umsetzen im Alltag. Glauben zeige sich dort, wo das Gehörte das persönliche Leben präge und Wirkung entfalte.
Anschließend ergänzte Bezirksevangelist Jürgen Armbruster den Predigtgedanken. Er ging darauf ein, dass der Wert des „lebendigen Wassers“ nicht von äußeren Eindrücken abhänge, sondern von seiner Wirkung. Wie Wasser in einer konkreten Notsituation lebenswichtig sein könne, wirke auch Gottes Wort dort, wo es mit offenem Herzen aufgenommen werde. Zugleich erinnerte er daran, dass Glauben weitergegeben werden solle und geistliches Leben nur dort lebendig bleibe, wo es im Alltag gepflegt und weitergetragen werde.
Der Gottesdienst wurde vom Chor musikalisch umrahmt.
Zum Abschluss des Gottesdienstes fanden zwei Amtshandlungen statt. Ein Gemeindemitglied wurde in das Amt des Diakons ordiniert, ein weiterer Diakon in das Priesteramt eingesetzt. Im Zusammenhang mit den Ordinationen wies Apostel Schnaufer auf die Verantwortung und den geistlichen Auftrag hin, der mit dem Dienst verbunden ist. Die Amtshandlungen erfolgten in einer würdigen Atmosphäre und wurden von der Gemeinde aufmerksam begleitet.