Am Mittwochabend, 15. Juli 2026 besuchte Apostel Martin Schnaufer die Gläubigen aus den Gemeinden Sulz, Vöhringen und Vöhringen-Wittershausen zum Gottesdienst in der Kirche in Vöhringen.
Als Grundlage für den Gottesdienst diente das Bibelwort aus Römer 8,15: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!“
Der Apostel zeigte auf, dass das Bibelwort das besondere Verhältnis zwischen den Gläubigen und Gott in seiner Wertigkeit hervorhebt, denn als Kind Gottes darf man ihn seinen Vater nennen und mit ihm über alles reden, während ein Sklave immer in Angst vor Strafe leben muss. Er führte weitere Punkte an, anhand derer sich der Unterschied zwischen einem Sklaven und einem Kind zeigt.
Sünde: Während der Sklave Angst vor den Konsequenzen seines Handelns haben muss, begegnet Gott seinen Kindern wie der Vater im Gleichnis vom verlorenen Sohn, der seinem Sohn vergab und sich über dessen Rückkehr sehr freute. So wie Sklaven früher aus ihren Verhältnissen herausgekauft werden konnten, hat Jesus für die Sünden der Gläubigen durch seinen Tod am Kreuz bezahlt.
Leid: Der Sklave ist mit seinem Leid alleine, aber Gott der Vater hat Verständnis für seine Kinder und schenkt Trost.
Zukunft: Die Zukunft eines Sklaven ist ungewiss, aber Kinder Gottes haben die Gewissheit der ewigen Gemeinschaft mit Gott (vgl. Römer 8,17: „Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi…“) Gott schenkt seinen Kindern eine Gegenwart, die erfüllt ist von Segen und eine Zukunft, die über alles erhaben ist.
Bezirksvorsteher Jörg Grözinger betonte in seinem Predigtbeitrag, dass es manchmal auch mühselig sein kann, ein Kind Gottes zu sein. Aber Gott hilft durch diese Situationen hindurch, indem er sein Wort und seine Gnade schenkt, indem er den Gläubigen Seelsorger zur Seite stellt und indem er die Gemeinschaft der Gläubigen untereinander ermöglicht, die sich gegenseitig bestärken können.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls versetzte der Apostel Priester Wolfgang Pretzl aus der Gemeinde Sulz nach über 40 Jahren seelsorgerischer Tätigkeit in den Ruhestand und dankte ihm für sein vielfältiges Wirken in dieser langen Zeit.
Der Gottesdienst wurde feierlich vom gemischten Chor umrahmt. Begleitet vom Klavier kamen unter anderem einige Lieder aus dem Lichterkonzert vom vergangenen März zum Vortrag, worüber sich die Anwesenden sehr freuten.