Einen besonderen Gottesdienst mit Konfirmation erlebten die Gemeinden Sigmarswangen und Wittershausen am Sonntag, 27. April 2025.
Die Konfirmandin Nele Wößner aus Sigmarswangen wurde vor dem Gottesdienst von einem Quintett mit dem Lied "Sei getreu bis in den Tod" begrüßt.
Evangelist Schumann, Vorsteher der Gemeinde Sigmarswangen, diente mit dem Bibelwort aus Philipper 2,4: "...und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient."
Er ermunterte die Gemeinde – rückblickend auf den Tag der eigenen Konfirmation – das Konfirmationsgelübde im Stillen gemeinsam mit der Konfirmandin neu zu festigen, Fehler zu reflektieren und in Zukunft zu versuchen, es besser zu machen.
Bezugnehmend auf das Textwort sowie die im Konfirmationsgelübde enthaltene Aussage "Ich entsage dem Teufel" erläuterte Evangelist Schumann, dass man, wenn man Gutes tut, nicht gleichzeitig auch Böses tun kann. Um Gutes zu tun, ist eine demütige Einstellung wichtig, die dazu führt, dass man sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellt, sondern den anderen höher achtet als sich selbst (vgl. Philipper 2,3). Jesus geht dabei als bestes Beispiel voran und schenkt Orientierung für Entscheidungen. Die durch den Heiligen Geist empfangene Liebe Gottes (vgl. Römer 5,5) gibt einem jeden die Fähigkeit, Gutes zu tun: Andere nicht zu verurteilen, sich denen zuzuwenden, die am Rande stehen, mitempfinden zu können mit anderen, sich Zeit zu nehmen für andere um zuzuhören, für andere zu beten. Er betonte, dass die Gemeinde die Konfirmandin darin unterstützen kann, dies zu tun. Außerdem ist es wichtig, sich dabei nicht selbst zu vernachlässigen und sich selbst auch Gutes zu tun.
Priester Breuninger erläuterte in seinem Predigtbeitrag, dass man manchmal auch damit überfordert sein kann, sich in den Dienst des Herrn zu stellen und Gutes zu tun. Dann ist es wichtig, die Verbindung zu Gott zu suchen im Gebet, in der Gemeinschaft der Gläubigen und am Altar Gottes. Bei Gott zählt allein die Absicht, der aufrichtige Wille und die Herzenseinstellung, nicht nur das Ergebnis – letztendlich ist es nämlich Gott, der alles vollbringt (vgl. Philipper 2,13).
In einem Brief an alle Konfirmanden, der im Rahmen des Gottesdienstes vorgelesen wurde, schreibt Stammapostel Jean-Luc Schneider, dass Gutes zu tun nicht immer leicht, aber nie unmöglich ist.
In seiner Ansprache vor dem Altar bekräftigte Evangelist Schumann nochmals, dass die Konfirmandin ab nun keinesfalls auf sich allein gestellt ist. In Bezug auf das vom Chor vorgetragene Lied "Jesus bleib in meinem Leben Weggefährte, bester Freund" (CM 307) zeigte er auf, dass Jesus stets an ihrer Seite ist, genauso wie die ganze Gemeinde. Des Weiteren wirkt der Segen zur Konfirmation nicht nur punktuell und für kurze Zeit, sondern das ganze Leben lang. Nach Ablegen des Konfirmationsgelübdes spendete der Evangelist der Konfirmandin unter Handauflegung den Segen zur Konfirmation.
Der Gottesdienst wurde von weiteren vielfältigen Musikbeiträgen umrahmt, darunter das zu Herzen gehende solistisch vorgetragene Gesangsstück "Du bist stets nur ein Gebet von mir entfernt", begleitet von Klavier, Cello und Violine. Auch das Flötenensemble und ein Orgelsolo trugen zur feierlichen Atmosphäre des Gottesdienstes bei.