Zu einem festlichen Gottesdienst mit Konfirmation kamen die Gläubigen der Kirchengemeinde Dornhan am Sonntag, 27. April 2025 zusammen.
Jörg Grözinger, Bezirksvorsteher des Kirchenbezirkes Dornhan/Villingen-Schwenningen, verwendete als Grundlage für den Konfirmationsgottesdienst das Bibelwort aus Philipper 2,4: "...und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient."
Zu Beginn seiner Predigt stellte er der Gemeinde die Frage: "Wo sind wir heute morgen?" Er betonte, dass es wichtig ist, sich bewusst zu machen, an welchem besonderen Ort man sich befindet, nämlich dort, wo Gott sich offenbart und die Gläubigen die Möglichkeit haben, ihn anzubeten. An die Konfirmanden gerichtet sagte er, dass der Segen zur Konfirmation eine Zuwendung Gottes ist, der wie eine Art "Werkzeugkiste" für ihr Leben zu betrachten ist. In diesem Segen ist nämlich alles enthalten, was man für ein Leben im Sinne Jesu braucht. Er ermunterte die Gemeinde, die jungen Gläubigen mit Freude aufzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in der Gemeinde einbringen zu können.
Bezugnehmend auf das Bibelwort erläuterte der Bezirksvorsteher, dass Jesus ein sehr gutes Vorbild in Hinblick auf die Nächstenliebe ist, woran man sich immer orientieren kann. Jedoch sprach Jesus nicht nur von der "Liebe zum Nächsten“, sondern auch von der "Liebe zu sich selbst“. Die Konfirmanden sollen Mut haben und die "Ärmel hochkrempeln“, um ihr eigenes Leben erfolgreich zu gestalten mit einem guten Schulabschluss, Karriere, Erfolg und Genuss; denn dies alles ist gläubigen Christen nicht verboten. Jedoch sollen sie nie vergessen, dass das Leben eine ewige Bestimmung hat und es ebenso notwendig ist, für das eigene Heil zu sorgen und einen Blick für den Nächsten zu haben. Mit der Liebe Jesu Christi ist dies machbar. Zum Abschluss seiner Predigt gab er den Konfirmanden noch eine prägnante Botschaft mit: „Mach was draus!“ Mit der Liebe von Jesus und dem "Werkzeugkasten" aus dem Segen Gottes lässt sich immer wieder an sich selbst oder an anderen Gutes tun.
Diakon Blöchle, Konfirmandenlehrer in Dornhan, sagte in seinem Predigtbeitrag, dass der heutige Tag für die Konfirmanden als Startpunkt ins eigene Glaubensleben zu verstehen ist. Er verglich dieses Glaubensleben mit einem Aktienkurs: Das Leben wird einmal nach oben gehen, dann wird es aber auch mal eine "Delle" geben. Wenn der Kurs nach unten geht, dann gilt es Ruhe zu bewahren, die Verbindung zu Gott zu halten, die Werkzeuge des Segens einzusetzen und auf die Hilfe Gottes zu vertrauen.
In seiner Ansprache vor dem Altar brachte der Bezirksvorsteher den Konfirmanden die Aussage "Interesse steuert Wahrnehmung" nahe. Man schenkt immer dem viel mehr Beachtung, was einen interessiert. Wenn man Interesse am anderen hat, dann ist einem dessen Leben nicht egal. An diesem Beispiel können sich die Konfirmanden immer wieder orientieren, um ihren Konfirmationsspruch umzusetzen. Nach Ablegen des Konfirmationsgelübdes wurde den Konfirmanden unter Handauflegung der Segen zur Konfirmation gespendet.
Nach dem Gottesdienst gab es noch die Möglichkeit, die frisch konfirmierten jungen Gläubigen zu beglückwünschen und sich im Foyer bei Kaffee und Fingerfood auszutauschen.