Am Montag, 26. Mai 2025, fand in der neuapostolischen Kirche in Vöhringen ein besonderer Jugendabend mit Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, statt. Hierzu versammelten sich zahlreiche Jugendliche aus dem Bezirk, um gemeinsam ihren Glauben zu erleben, sich auszutauschen und Antworten auf persönliche sowie kirchliche Fragen zu erhalten.
Bereits vor dem offiziellen Beginn kamen die Jugendlichen bei Snacks und Getränken zusammen. In entspannter Atmosphäre stieß auch Bezirksapostel Ehrich hinzu und nutzte die Gelegenheit, jeden einzelnen persönlich zu begrüßen und ins Gespräch zu kommen. Diese offene Begegnung vorab schuf einen angenehmen und vertrauten Rahmen für den weiteren Abend.
Im Vorfeld hatte der Bezirksapostel der Jugend vier Fragen zugesendet mit der Bitte, sich Gedanken dazu zu machen. Diese Fragen standen zur Beginn des Abends im Mittelpunkt und wurden von den Jugendlichen gemeinsam vorgestellt:
Im zweiten Teil des Abends beantwortete der Bezirksapostel Fragen, welche die Jugendlichen im Vorfeld eingereicht hatten. Zwei Jugendliche übernahmen die Moderation und trugen die Fragen stellvertretend vor. Dabei entwickelte sich ein offener und lebendiger Austausch – denn neben den Antworten des Bezirksapostels stellten die Jugendlichen aus dem Publikum immer wieder Rückfragen, wodurch es zu wertvollen Diskussionen kam. Der Fokus lag dabei zunächst auf den folgenden vier Fragen:
Bezirksapostel Ehrich berichtete von vielen kleinen, wertvollen Momenten, in denen er Gott erlebt habe. Das schönste Glaubenserlebnis oder ein Schlüsselerlebnis im Glauben gebe es für ihn aber nicht – geprägt habe ihn vor allem der frühe Verlust seiner Eltern und die Auseinandersetzung mit dem Sinn des Lebens.
Beten sei Ausdruck des Vertrauens zu Gott, so der Bezirksapostel. Auch wenn keine direkte Veränderung sichtbar werde, sei das Gebet eine Kraftquelle. Man verändere durch das Gebet auch nicht den göttlichen Willen, aber man stärke dadurch seine Beziehung zu Gott.
Der Bezirksapostel beschreibt Seelsorge als Begleitung eines Menschen durch sein Leben oder bestimmte Herausforderungen. Einen juristischen oder medizinischen Rat zu geben, gehöre jedoch nicht dazu und sei Aufgabe von darauf spezialisierten Fachkräften. Trotzdem könne man aber die Mitmenschen z.B. während einer Behandlung begleiten und unterstützen. Sollten zwischen dem Betroffenen und dem Seelsorger Probleme aufkommen, darf der Betroffene durchaus andere Seelsorger, auch den Apostel, aufsuchen und darüber sprechen.
Dieses Thema war weder dem Bezirksapostel noch Apostel Martin Schnaufer, der sich auch dazu äußerte, bewusst, da beide in den sozialen Medien nicht regelmäßig aktiv sind. Aufgrund der hohen Eigendynamik der sozialen Medien sehe man jedoch von Kontrolle ab, wolle aber Impulse setzen und das Thema mit den Beteiligten besprechen.
Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Fragen gestellt – zur Anzahl der Gottesdienstbesuche, dem Leid in der Welt, der Zukunft der Kirche, dem Umgang mit Ressourcen, zur Länge der Gottesdienste, zur Musik im Gottesdienst – und sogar zum Lieblingsfußballverein des Bezirksapostels, was für großes Schmunzeln im Raum sorgte.
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bei weiteren Gesprächen, Getränken und kleinen Snacks gemütlich aus. Viele Jugendliche nutzten die Gelegenheit, um persönliche Gespräche zu führen oder einfach die Gemeinschaft zu genießen.
Der Jugendabend war geprägt von Offenheit, Respekt und echtem Interesse am Glauben und der Lebenswelt sowohl der Jugendlichen als auch des Bezirksapostels – ein wertvoller Impuls für alle Beteiligten.