Apostel Martin Schnaufer besuchte die Gemeinde Vöhringen am dritten Adventssonntag, 14. Dezember 2025, um Gottesdienst zusammen mit den Gemeinden Sulz und Vöhringen-Wittershausen zu feiern. Dass der Advent eine Zeit voller Licht und Erwartung ist, kam nicht nur in der Predigt, sondern auch in den musikalischen Beiträgen von Chor, Orchester und Kinderchor zum Ausdruck.
Der Apostel wies darauf hin, dass das Licht im Advent nicht für das Verschwinden der Dunkelheit steht, sondern für Hoffnung und Veränderung trotz schwieriger Umstände. Er ermutigte dazu, sich nicht nur auf die negativen Entwicklungen zu konzentrieren, sondern das Licht und die Hoffnung in der Dunkelheit zu sehen und den Fokus auf die Wiederkunft Jesu zu richten. Der Apostel sprach dabei über die Notwendigkeit, sich selbst zu reflektieren und Teil einer Lösung zu sein, indem man das Wesen Jesu Christi annimmt und in die Umgebung trägt. Er betonte, dass jeder auch Anteile des Bösen in sich trägt und aktiv an der eigenen Veränderung arbeiten sollte.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus 1. Mose 24,58: „Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will es“. Die erfolgreiche Suche eines Knechtes nach einer Braut für Isaak, den Sohn seines Herrn Abraham, nutzte Apostel Schnaufer als Beispiel für Vertrauen und die Bereitschaft, einen unbekannten Weg zu gehen. Übertragen auf das eigene Glaubensleben ist die Entscheidung „Ja, ich will“ das zentrale Motiv für die Nachfolge Christi. Der Apostel wies darauf hin, dass diese Entscheidung auch ein Handeln erfordert, welches zur Konsequenz haben kann, sich als Christ gegen den Strom zu bewegen. Dabei solle man sich aber nicht entmutigen lassen. Außerdem hob er die Bedeutung des Dienens ohne Erwartung einer Gegenleistung hervor.
Das Heilige Abendmahl, eine Möglichkeit Gott persönlich zu begegnen, feierte der Apostel an diesem Morgen auch für die Entschlafenen.
In diesem Gottesdienst empfingen die beiden jüngsten Gemeindemitglieder durch Handauflegung des Apostels das Sakrament der Heiligen Versiegelung. Außerdem wurden zwei Priester aus Vöhringen altershalber in den Ruhestand versetzt, denen der Apostel im Namen der Gemeinde für den langjährigen Dienst an Gott herzlich dankte.