Eine weitere Seminarreise führte Bischof Urs Heiniger vom 24. Februar bis 3. März 2011 nach Ghana / Westafrika.
Bei der Anreise erlebte der Bischof gleich einen besonderen "Klimawandel": während am Morgen in Zürich noch winterliche -2° herrschten, war die Temperatur bei der Ankunft in Accra auch lange nach Sonnenuntergang noch +30°C.Am nächsten Tag ging die Reise gemeinsam mit dem örtlichen Bischof Otchere nach Kumasi und noch weiter in das Umland. In verschiedenen Orten waren Amtsträger zu Seminaren versammelt. Bei seinem letzten Besuch machte Bischof Heinger die Seminar-Trainer mit dem Inhalt bekannt. Nun konnte er sehen, wie sie das Wissen anwenden und welche Verbesserungen im Lehrmaterial noch notwendig sind. Es beeindruckte ihn die aktive Mitarbeit aller Teilnehmer. So galt es zum Beispiel, zu den einzelnen Amtsstufen die Aufgaben zu finden. Dabei hielten sie ganz deutlich fest: "Ein Diakon ist der Freund für alle Gäste im Hause Gottes!" Unsere afrikanischen Brüder könnten uns da ein Vorbild sein, mit welcher Freude, mit welcher Begeisterung und Sendungsbewußtsein sie mitarbeiten, berichtet der Bischof. Am Sonntag stand ein Gottesdienst mit Apostel Nketiah in der Gemeinde Nyinahin auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt für die nahezu 500 Gottesdienstteilnehmer war die Spendung der Sakramente "Heilige Wassertaufe" und "Heilige Versiegelung" bei fünf Kleinkindern. Die Kinder sind ein besonderer Reichtum in den Gemeinden. Davon konnte sich Bischof Heiniger auch beim Besuch einer Sonntagsschule vor dem Gottesdienst überzeugen. Auf der Fahrt hielten sie in einer kleinen Gemeinde und er konnte mit über 20 Kindern eine Sonntagsschulstunde unter freiem Himmel erleben.Am Montag folgte eine Besprechung mit den Bischöfen der nördlichen Apostelbereiche Ghanas mit den Themen "offene Kommunikation" und "Unterrichte". In Gruppenarbeiten wurde dies anschließend praktiziert. Den Abschluss der Reise bildeten weitere Seminarbesuche und Besprechungen in Accra und Umgebung. Schließlich schreibt Bischof Heiniger: "Bei rund 36°C Außentemperatur und der hohen Luftfeuchtigkeit sind solche intensiven Besprechungen – verbunden mit dem Kampf gegen die ‚babylonische‘ Sprachenvielfalt – doch etwas anstrengend. Und so war ich froh, am späten Abend im Flugzeug nach Amsterdam zu sitzen und den kühleren Temperaturen entgegen zu sehen."