Bischof Urs Heiniger reiste vom 27. Oktober bis 3. November 2011 erneut in das westafrikanische Land Ghana, um mehrere Seminare durchzuführen.
Zu einer umfangreichen Seminarbesprechung kamen die Bischöfe Ghanas am Freitag nach Accra-Osu. Dabei wurde das unterhaltsame und lebendige Präsentieren eines Seminarthemas geübt. "Bei tropischen Temperaturen ist es besonders wichtig, nicht lange Monologe zu halten, sondern vielmehr möglichst mit allen Teilnehmern aktiv den Lernstoff zu erarbeiten" schreibt Bischof Heiniger in seinem Reisebericht. In Ho hatten sich 40 Seminar-Trainer am Samstag aus der Volta-Region versammelt. Abwechselnd mit den beiden Bischöfen Adjabeng und Akubia unterrichtete Bischof Heiniger die verschiedenen Lektionen eines Grundlagenseminars. Diese umfassen den göttlichen Erlösungsplan von der Schöpfung über den Opfertod Jesus bis hin zu seinem Wiederkommen und letztendlich der neuen Schöpfung. Zum Sonntags-Gottesdienst begleitete Bischof Heiniger den am Ort zuständigen Bischof Ampadu in die kleine Gemeinde Asjaw-Chrom im hügligen Hinterland von Accra. Nachdem heftige Regenfälle die unbefestigte Straße zum Teil in eine Kraterlandschaft verwandelt hatte, war es nicht ganz einfach, die Gemeinde zu erreichen. Die Verspätung machte den Gemeindemitgliedern jedoch keine Probleme. Unter einem Baum hatten sich die Kinder zur Sonntagsschule versammelt. Unter dem Nachbarbaum waren die Konfirmanden zusammen und in der Kirche wurden Lieder geübt. Ein großer Teil der Gemeinde besteht auch hier aus Kindern. Nachdem in den Tagen zuvor der Flugplatz in Kumasi in Folge der heftigen Regengüsse gesperrt war, funktionierte der Montag-Flug nach Kumasi ohne Probleme. Dort hatten sich 62 Amtsträger versammelt, um sich auch im Grundlagenseminar zu üben. Durch Gruppenarbeit wurden die Lehrinhalte vertieft. Am Dienstag folgte die Reise nach Cape Coast gemeinsam mit Bischof Ampadu. Hier gab es die Einführung der 55 Seminar-Trainer in die Inhalte des Basisseminars "Gottes Erlösungsplan". Die Arbeit der Gruppen wurde auf Wunsch der Teilnehmer in einem kleinen Wettbewerb präsentiert. Zur Rückreise nach Accra schreibt Bischof Heiniger: "Rechtzeitig wollten wir uns auf den Heimweg machen, da täglich der Verkehr in der Feierabendzeit in Accra beinahe zum Erliegen kommt. Es nützte jedoch nichts – auch wir steckten zwei Stunden im größten Stau fest. Da kommt man nur im Schritttempo vorwärts. Und damit verbunden ist auch die Garantie, dass an der nächsten Kreuzung ein altersschwaches Auto den Geist aufgibt und liegen bleibt." Am Mittwoch, dem letzten Tag der Reise in Ghana, stand noch einmal ein Tagesseminar in Accra-Osu auf dem Plan. Unter anderem hatten die Seminarteilnehmer die Aufgabe, zum Sündenfall ein Rollenspiel einzuüben: Ein Reporter interviewte Adam und Eva zu den Ereignissen im Paradies.