Große Feste müssen auch groß gefeiert werden.
Diesem Motto entsprechend haben sich anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Neuapostolischen Kirche die Chöre und Orchester der Bezirke Offenburg und Straßburg für ein bislang einmaliges, grenzüberschreitendes Projekt zusammen getan.Am Sonntag, den 20. Oktober 2013, gaben sie in der Stadthalle Kehl ein beeindruckendes Jubiläumskonzert, das nach gut drei Stunden mit stehenden Ovationen endete. Rund 700 Zuhörer von beiden Seiten des Rheins waren in die Grenzstadt Kehl gekommen – aufgrund des großen Andrangs blieb einigen von ihnen nur ein Stehplatz. Auch auf der Bühne herrschte dichtes Gedränge: 140 Sängerinnen und Sänger der beiden Bezirkschöre hatten dort Platz genommen, hinzu kam ein 60-köpfiges Orchester. Für weitere Vorträge kamen die vereinten Kinder-, Jugend- und Männerchöre aus Offenburg und Straßburg auf die Bühne.Gemeinsam präsentierten die Akteure ein sowohl in musikalischer als auch in sprachlicher Hinsicht äußerst abwechslungsreiches Programm mit Werken unter anderem von Friedhelm Deis ("Singet dem Herrn"), Gabriel Fauré ("Cantique"), Edvard Grieg ("Peer Gynt Suite"), John Rutter ("Look at the world") und Jean Sibelius ("Finlandia").Als absolutes Highlight entpuppte sich der Auftritt der "Joueurs du dimanche" (zu deutsch: "Sonntagsspieler"). Auf Klavier, Trompete und Akkordeon begeisterte das Trio aus Straßburg mit seinen originellen Interpretationen von "Amazing Grace" und dem "Katzenduett" von Rossini. Auch der Männerchor mit einer jazzig angehauchten Variante von "Welch ein Freund ist unser Jesus", das Orchester mit "Tintin" (Filmmusik zu "Tim und Struppi") sowie der Jugendchor mit dem südafrikanischen Stück "Siyahamba" wurden vom Publikum frenetisch gefeiert."Danket dem Herrn" klang es zum Abschluss des Konzertes aus 140 Kehlen und Herzen. Damit fingen die Sänger die Stimmung in der Halle perfekt ein. Noch lange nach Ende des Konzertes waren Gäste und Glaubensgeschwister aus Deutschland und Frankreich in Gespräche vertieft, die von Dankbarkeit und Freude über das Erlebte geprägt waren. Dem Konzert vorausgegangen waren mehrere Monate intensiver Vorbereitung, zunächst auf Bezirksebene, später bei gemeinsamen Proben. So trug das Projekt auch dazu bei, dass die Glaubensgeschwister aus Offenburg und Straßburg noch näher zusammen rückten und damit das Motto des neuapostolischen Jubiläumsjahres ("Ein Glaube – ein Ziel") mit Leben füllten.