Bischof Urs Heiniger unternahm - gemeinsam mit Bezirksevangelist Lothar Heim - eine weitere Seminarreise nach Ghana vom 3. bis 9. März 2015. Wir geben einige Auszüge aus dem Reisebericht des Bischofs nachfolgend wieder.
Von einem winterlich kühlen und stürmischen Zürich-Kloten flog ich über Amsterdam (hier traf ich Bezirksevangelist Heim) in das feucht-heiße Accra. Nachdem wir nun einige Wochen Winter genießen konnten, machte mir dieser Temperaturunterschied von rund 30 Grad doch zu schaffen. Doch kamen wir pünktlich und wohlbewahrt in Accra an. Selbst die obligatorische Fieberkontrolle bei der Einreise bildete kein Problem oder dadurch überlange Warteschlangen. Dienstag, 3. März: Auf dem Programm standen intensive Seminar-Besprechungen mit Bischof Ampadu und Asare sowie Hirte Fenyi. Sie helfen in der Seminar-Organisation. Damit wir die Schulung aller Amtsträger und Unterrichts-Lehrkräfte im Lande Ghana auch zukünftig gewährleisten können, suchen wir miteinander nach einer verbesserten Seminarstruktur. Dabei steht die Aufgabe im Vordergrund, dass auch die Seminararbeit zum größten Teil von den Amtsträgern im Lande Ghana selbständig erfolgen kann. Mittwoch, 4. März: Alle 12 Bischöfe des Landes Ghana sind nach Accra gekommen um sich an zwei Seminartagen intensiv mit dem Unterrichtswesen zu beschäftigen. Am ersten Tag üben wir das neue Seminar für Unterrichts-Lehrkräfte "Sonntagsschule". In verschiedenen Gruppenarbeiten lernen die Bischöfe Themen wie die Entwicklungsstufen eines Kindes, Ziele der Sonntagsschule, geeignete Lernmethoden für die Kinder, Vorbereitung und Durchführung einer Lektion. So üben sie auch mit einer Checkliste die Selbstkontrolle ihrer Vorbereitung und der gehaltenen Unterrichtsstunde. Schnell ist es Abend und wir fahren alle durch den täglichen Feierabend-Stau in die Gemeinde Legon East. Hier hält der leitende Apostel des Landes Ghana, Apostel Oppong, den Gottesdienst mit dem Bibelwort aus Psalm 57, 1. Spät abends kommen wir nach diesem anstrengenden Tag ins Hotel zurück. Donnerstag, 5. März: Heute stand das Seminar für Konfirmandenlehrer auf dem Programm. In verschiedenen Gruppenarbeiten wird das theoretische Wissen gefestigt und vertieft. Dabei ist erstaunlich, mit welchem Eifer und welcher Freude die Bischöfe eine Konfirmandenklasse "spielen". Nach dem gemeinsamen Mittagessen beschäftigten wir uns mit der Seminar-Planung, wie auch der zukünftigen Seminarstruktur. Daneben berichteten die Bischöfe von der erfolgten Einführung in den Katechsmus. Freitag, 6. März: Am 6. März 1957 endete die Kolonialzeit in Ghana. Dieser Tag ist ein Feiertag. Sichtbares Zeichen war der fehlende Stau. Wir führen in "Rekordzeit" zu einer Besprechung in die Verwaltung. Zusammen mit den beiden Hauptverantwortlichen für die Seminare, Bischof Ampadu und Bischof Asare sowie Hirte Fenyi besprach ich nun die letzten Tage in einer Feedback-Runde. Anschließend besprachen wir noch das neu zu erstellende Seminar "Jugendleiter". Doch staunte ich, mit wie viel Eigeninitiativen sie für die jungen Geschwister Aktivitäten planen und durchführen. Samstag, 7. März: Heute besuchte ich das Seminar "Sunday School" in welchem die zukünftigen Trainer unterrichtet wurden. Sie sollen dann als Multiplikatoren den Lerninhalt in den Gemeinden an die Sonntagsschullehrerinnen weiter geben. Das Seminar fand in der Hauptkirche von Accra statt. Interessant war dabei für mich zu beobachten, wie die 24 Trainer mit den Seminarunterlagen umgehen können und in welcher Form der zuständige Bischof dieses Wissen vermittelte. Sonntag, 8. März: Mit Apostel Afutu Kotei erlebte ich am Sonntag in der Landgemeinde Dawa den Gottesdienst. Zuvor konnte ich noch die Sonntagsschule und den Konfirmandenunterricht, welche vor der Kirche unter einem Baum stattfanden, besuchen. Es ist schon beeindruckend, wie viele Kinder in der Gemeinde sind. Eindrücklich waren auch die freudigen Liedvorträge des Chores. Dabei sangen die Sänger alle Lieder auswendig. Nach der Rückfahrt nach Accra galt es den Koffer zu packen und rechtzeitig auf den Flughafen zu fahren. Mit dem Nachtflug kehrte ich von Accra nach Europa, Amsterdam zurück.